Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme in drei Ordnern: Bad, Fenster und Solar. Legen Sie pro Bereich Ziel, Budgetrahmen, Zeithorizont und Zuständigkeiten fest. Ergänzen Sie eine separate Liste für Reisegesundheit, falls in der Bauphase Urlaube oder Dienstreisen anstehen.
Badmodernisierung: Prüfen Sie zuerst die Nutzungsanforderungen im Haushalt, inklusive Barrierefreiheit und zukünftiger Bewegungsflächen. Messen Sie Türbreiten, Duschzone, Wendekreise und die Erreichbarkeit von Armaturen. Notieren Sie, welche Bauteile zwingend bleiben müssen (Fallrohre, tragende Wände) und welche flexibel sind.
Planen Sie die Feuchtesicherheit als eigenen Arbeitsschritt, bevor Oberflächen ausgewählt werden. Kontrollieren Sie vorhandene Lüftung, mögliche Kältebrücken und Bereiche mit Schimmelrisiko an Fugen, Außenwänden oder Fensterlaibungen. Legen Sie fest, wie Abdichtung, Entwässerung und Trocknungszeiten organisiert werden, damit Folgegewerke nicht blockieren.
Fenster nachrüsten: Erfassen Sie Maße, Öffnungsarten, Beschattung und die Einbausituation (Laibung, Rollladenkasten, Anschlussfugen). Prüfen Sie, ob Dichtungen, Beschläge oder nur die Verglasung erneuert werden sollen, und dokumentieren Sie aktuelle Zugluft- oder Kondensationsstellen. Stimmen Sie den U-Wert-Zielbereich mit dem Lüftungskonzept ab, um Feuchteprobleme zu vermeiden.
Wenn neue Fenster dichter werden, planen Sie Lüftungsroutinen oder Technik mit ein, statt sich auf „später lüften“ zu verlassen. Prüfen Sie besonders Schlafräume und Bäder, in denen Feuchte anfällt, und definieren Sie Kontrollpunkte nach dem Einbau. Halten Sie fest, wer nach Montage die Anschlussfugen, Silikonarbeiten und Funktion (Kipp, Dreh, Spaltmaß) abnimmt.
Solaranlagen-Checks: Bei bestehenden PV- oder Solarthermie-Anlagen erstellen Sie eine Prüfroute vom Dach bis zum Zähler. Kontrollieren Sie Sichtbefunde wie lose Kabel, beschädigte Leitungen, Verschmutzung, Verschattung durch neue Aufbauten sowie ungewöhnliche Geräusche am Wechselrichter oder an Pumpen. Notieren Sie Ertragsdaten, Fehlermeldungen und Wartungsstände, ohne selbst an elektrischen Komponenten zu arbeiten.
Für Solarstrom im Einfamilienhaus vergleichen Sie Angebote mit einer einheitlichen Datengrundlage: Jahresverbrauch, Lastprofile, Dachflächen, Ausrichtung und mögliche Speicheroptionen. Achten Sie darauf, dass Angebote die gleichen Annahmen verwenden (Modulleistung, Wechselrichtergröße, Montageart, Netzanschlussarbeiten). Lassen Sie sich Positionen wie Gerüst, Zählerschrankanpassungen, Monitoring und Garantiebedingungen klar aufschlüsseln.
Solarthermie für Warmwasser braucht eine eigene Checkliste, weil Hydraulik und Regelung oft die Performance bestimmen. Prüfen Sie Speichergröße, Rohrdämmung, Sicherheitsgruppen, Druckhaltekomponenten und ob Stagnationsschutz vorgesehen ist. Dokumentieren Sie Wartungszugänge und klären Sie, wer im Betrieb Frostschutz, Pumpenlaufzeiten und Reglerparameter prüft.
